Unterschied POP und IMAP

POP

  • Wenn Sie POP verwenden, laden Sie die E-Mails standardmäßig vom Mailserver auf Ihr lokales Gerät (Computer, Smartphone) herunter.
  • Die E-Mails werden vom Server gelöscht, außer Sie aktivieren die Option "eine Kopie der E-Mails für eine bestimmte Zeit auf dem Server zu belassen".
  • So können Sie auch von mehreren Endgeräten auf die E-Mails zugreifen.
  • Sie können E-Mails auch offline lesen, nachdem sie heruntergeladen wurden.
  • Da die E-Mails nach dem Herunterladen vom Server gelöscht werden, wird Ihr Speicherplatz (Quota) auf dem Mailserver kaum belastet.
  • Bei POP wird nur der Posteingang zwischen PC + Server synchronisiert, d.h. z.B. gesendete Objekte befinden sich nur im lokalen Ordner.

IMAP

  • Bei IMAP verbleiben die E-Mails dauerhaft auf dem Mailserver.

  • Ihr E-Mail-Programm (Client) synchronisiert sich mit dem Server und zeigt Ihnen eine Kopie dessen an, was auf dem Server liegt.
  • Wenn Sie eine E-Mail als gelesen markieren, verschieben oder löschen, wird diese Änderung direkt auf dem Server vorgenommen und ist somit auf allen Geräten sichtbar, die mit diesem IMAP-Konto verbunden sind.
  • Auch Ordnerstrukturen (Posteingang, Gesendet, Entwürfe, eigene Ordner) werden serverseitig gespeichert und synchronisiert.
  • Da alle E-Mails (und Ordner) auf dem Server verbleiben, belastet IMAP den Speicherplatz (Quota) Ihres Mailservers direkt.
  • Wenn Ihr Postfach auf dem Server voll ist, können Sie keine neuen E-Mails mehr empfangen, bis Sie Platz schaffen (indem Sie E-Mails löschen oder archivieren).
  • IMAP ist vorteilhaft, wenn Sie mehrere Geräte (Smartphone, Tablet, Laptop, Desktop-PC, Webmail) nutzen, um auf Ihre E-Mails zuzugreifen.
  • Alle Geräte sind immer auf dem gleichen Stand.
  • Sie benötigen jedoch eine aktive Internetverbindung, um auf die vollständige und aktuelle E-Mail-Historie zuzugreifen, da die Daten primär auf dem Server liegen.

Kurz zusammengefasst:

POP: E-Mails werden heruntergeladen und lokal gespeichert, vom Server gelöscht (Standard).

IMAP: E-Mails bleiben auf dem Server, werden synchronisiert. Gut für mehrere Geräte, belastet das Server-Quota.


Beste Option - periodische Archivierung in eine lokale PST-Datei

Um das Problem des Server-Quotas zu lösen und gleichzeitig seine alten E-Mails sicher aufzubewahren, nutzen Sie am besten die Archivierungsfunktion in Ihrem E-Mail Client (z.B. Outlook oder Thunderbird).

Einrichtung der Archivierung anhand Outlook:

  • Auf Ihrem primären Desktop-Computer richten Sie ein IMAP-Konto mit derselben E-Mail-Adresse ein.
  • Aktivieren sie die Outlook-Funktion "AutoArchivieren" (Menü Datei | Optionen | Erweitert)
  • Legen Sie eine Regel fest, z.B.: "Alle Elemente, die älter sind als 6 Monate sind, in eine lokale Archivierungsdatei verschieben."
  • Als Ziel für diese archivierten E-Mails wählen Sie eine lokale PST-Datei (z.B. C:\Users\Username\Documents\Outlook-Dateien\Outlook-Archiv.pst).
    Eine PST-Datei ist Outlooks eigenes Dateiformat zum Speichern von E-Mails, Kalendereinträgen, Kontakten etc.

Der Archivierungsprozess

  • Outlook durchsucht nun periodisch den IMAP-Ordner.
  • Alle E-Mails, die das Kriterium "älter als 6 Monate" erfüllen, werden aus den IMAP-Ordnern in der .ost-Datei entfernt und stattdessen in die Outlook-Archiv.pst-Datei verschoben.
  • Da die E-Mails aus den IMAP-Ordnern in Outlook verschoben wurden, erkennt der Mailserver bei der nächsten Synchronisierung, dass diese E-Mails nicht mehr da sind, und löscht sie daraufhin auch vom Server.
  • Der Server-Speicherplatz wird nun regelmäßig entlastet.

Vorteile dieses Szenarios:

  • Effiziente Quota-Verwaltung am Mailserver
  • Permanente lokale Datenspeicherung
  • Offline-Zugriff auf alle Nachrichten
  • Verbesserte Leistung: Ein schlankeres Postfach auf dem Server und in der lokalen .ost-Datei bedeutet schnellere Synchronisierungen und eine möglicherweise reibungslosere Arbeitsweise von Outlook.
  • Backup-Möglichkeit
    Die PST-Datei ist eine ganz normale Datei. Sie kann daher problemlos in reguläre System-Backups (z.B. mit Windows Backup, Backup4all, Acronis True Image, Veeam Agent oder ähnlicher Software) eingeschlossen werden.
    Für zusätzliche Sicherheit empfehlen wir die PST-Datei zusätzlich auf ein drittes Medium zu kopieren, z.B. eine externe Festplatte (HDD/SDD), ein Netzlaufwerk (NAS) oder einen verschlüsselten Cloud-Speicher.

 

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